Es ist eine Frage, die sich Apple-Fans und Technikbegeisterte jedes Jahr aufs Neue stellen: Wann kommt das neue iPad? Die Luft knistert förmlich vor Erwartung, Gerüchte sprießen wie Pilze aus dem Boden, und die Vorfreude auf innovative Features und vielleicht sogar ein runderneuertes Design wächst mit jedem Tag. Auch im Mai 2025 ist diese Frage aktueller denn je. Nachdem Apple im Frühjahr 2024 mit den M4 iPad Pro Modellen und den aufgefrischten iPad Airs (inklusive eines neuen 13-Zoll Modells) beeindruckende Geräte vorgelegt hat, richten sich die Blicke nun gespannt auf das, was als Nächstes kommt. Dieser Artikel taucht tief ein in die Welt der Spekulationen, analysiert Apples typische Produktzyklen und wagt einen Ausblick auf die potenziellen iPad-Neuheiten, die uns in der zweiten Jahreshälfte 2025 oder im Laufe des Jahres 2026 erwarten könnten.
Die Faszination für das iPad ist ungebrochen. Seit seiner Einführung im Jahr 2010 hat es die Art und Weise, wie wir arbeiten, lernen, kreativ sind und Unterhaltung genießen, revolutioniert. Es ist mehr als nur ein Tablet; es ist ein vielseitiger Begleiter, der sich ständig weiterentwickelt. Doch gerade diese Schnelllebigkeit und Apples Hang zur Geheimhaltung machen die Vorhersage neuer Modelle zu einem spannenden, aber auch kniffligen Unterfangen.
Apples Release-Zyklen verstehen: Ein Blick in die Vergangenheit
Um eine fundierte Prognose abgeben zu können, wann das nächste iPad erscheint, lohnt sich ein Blick auf Apples bisherige Veröffentlichungsstrategie. Diese ist zwar nicht in Stein gemeißelt, zeigt aber gewisse Muster auf:
- iPad Pro: Die High-End-Modelle erhalten traditionell etwa alle 12 bis 18 Monate ein signifikantes Upgrade. Nach der Einführung der M4-Chips im Mai 2024 wäre ein Nachfolger mit einem potenziellen M5-Chip und weiteren Profi-Features frühestens im späten Frühjahr 2025, wahrscheinlicher aber erst im Herbst 2025 oder sogar erst im Frühjahr 2026 zu erwarten. Apple positioniert das iPad Pro zunehmend als Laptop-Alternative, daher sind hier oft die neuesten Chip-Generationen und Display-Technologien zu finden.
- iPad Air: Das iPad Air schließt die Lücke zwischen dem Standard-iPad und den Pro-Modellen. Es wurde zuletzt im Mai 2024 mit dem M2-Chip aktualisiert. Ein Update könnte hier gegen Ende 2025 oder im Laufe des Jahres 2026 anstehen, möglicherweise mit einem M3- oder gar M4-Chip, um die Leistung weiter zu steigern und attraktive Features wie vielleicht ProMotion für eine flüssigere Darstellung zu integrieren.

- iPad mini: Das kleinste iPad hat oft längere Update-Zyklen. Das iPad mini 6 kam im September 2021 auf den Markt. Viele Nutzer warten sehnsüchtig auf einen Nachfolger. Sollte bis Mitte 2025 kein stilles Update erfolgt sein, wäre ein neues iPad mini gegen Ende 2025 ein heißer Kandidat. Hier erhofft man sich neben einem aktuellen Chip vor allem Verbesserungen beim Display, insbesondere eine Lösung für das sogenannte „Jelly Scrolling“-Phänomen.
- Standard-iPad: Das Einsteiger-iPad wird meist jährlich oder alle anderthalb Jahre aktualisiert. Das iPad der 10. Generation erschien im Oktober 2022. Ein Nachfolger, das iPad der 11. Generation, könnte bereits im Herbst 2024 oder Anfang 2025 vorgestellt worden sein. Sollte dies nicht der Fall sein oder die Neuerungen gering ausgefallen sein, wäre ein weiteres Update im Herbst 2025 denkbar, um es preislich und technologisch attraktiv zu halten.
Wichtige Termine im Apple-Kalender, die oft für Produktankündigungen genutzt werden, sind die Worldwide Developers Conference (WWDC) im Juni (primär Software, aber manchmal auch Hardware), sowie die traditionellen September- und Oktober-Events, bei denen neue iPhones, Apple Watches und eben auch iPads im Mittelpunkt stehen.
Die Gerüchteküche brodelt: Was erwartet uns bei den nächsten iPads?
Die Gerüchteküche ist ein integraler Bestandteil der Apple-Welt. Analysten, Leaker und Brancheninsider versorgen uns regelmäßig mit mehr oder weniger glaubwürdigen Informationen. Was also könnte uns bei den nächsten iPad-Generationen erwarten?
Das nächste iPad Pro (voraussichtlich 2026)
Nachdem die M4 iPad Pros mit ihren Tandem-OLED-Displays und dem unglaublich dünnen Design bereits Maßstäbe gesetzt haben, dürften die Erwartungen an die nächste Generation enorm sein. Ein M5-Chip scheint eine logische Weiterentwicklung, der noch mehr Leistung für anspruchsvolle Anwendungen wie Videobearbeitung, 3D-Rendering und komplexe Grafikdesign-Projekte bieten würde. Denkbar wären auch Verbesserungen im Bereich der Kamera, vielleicht mit neuen Software-Tricks für professionellere Aufnahmen oder optimierter Augmented-Reality-Funktionalität. Das Design wird vermutlich nur marginal angepasst, da der große Sprung 2024 erfolgte. Vielmehr könnten neue Zubehörteile oder eine noch tiefere Integration mit macOS im Fokus stehen, um die Vision des iPad als vollwertigen Computerersatz weiter voranzutreiben.
Das nächste iPad Air (möglicherweise Ende 2025 oder 2026)
Das iPad Air ist für viele Nutzer der „Sweet Spot“ im Lineup. Es bietet Pro-Features zu einem attraktiveren Preis. Ein zukünftiges iPad Air könnte vom M3-Chip profitieren, der bereits in einigen Macs zum Einsatz kommt, oder sogar direkt den Sprung zum M4 machen, um mit den Pro-Modellen Schritt zu halten, wenn auch mit einigen Differenzierungen. Ein lang ersehntes Feature wäre die Integration von ProMotion-Technologie für eine adaptive Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz, was die Darstellung deutlich flüssiger machen würde. Ob Apple dieses Premium-Feature dem Air spendiert, bleibt abzuwarten, da es bisher den Pro-Modellen vorbehalten war. Die aktuellen Größen von 11 und 13 Zoll dürften beibehalten werden, da sie sich als sehr beliebt erwiesen haben.
Das langersehnte iPad mini 7 (vielleicht schon Ende 2025?)
Das iPad mini hat eine treue Fangemeinde. Seine kompakte Größe macht es zum idealen Begleiter für unterwegs, zum Lesen oder für Notizen. Seit dem iPad mini 6 von 2021 warten viele auf ein Update. Ein iPad mini 7 könnte mit einem deutlich schnelleren Chip ausgestattet werden – denkbar wäre ein A17 Pro (bekannt aus den iPhone 15 Pro Modellen) oder vielleicht sogar ein Chip aus der M-Serie, was es zu einem echten kleinen Kraftpaket machen würde. Die größte Hoffnung liegt jedoch auf dem Display: Eine höhere Bildwiederholfrequenz oder zumindest eine Technologie, die das „Jelly Scrolling“ (ein leichter Verzögerungseffekt beim Scrollen im Hochformat) minimiert, stünde ganz oben auf der Wunschliste. Auch Verbesserungen bei der Kamera und vielleicht Unterstützung für den Apple Pencil der neuesten Generation wären willkommene Neuerungen. Ein Release gegen Ende 2025 scheint realistisch, wenn Apple die Fans nicht noch länger auf die Folter spannen will.
Das nächste Standard-iPad (iPad 11. oder 12. Generation – Herbst 2025?)
Das Standard-iPad bleibt Apples günstigster Einstieg in die Tablet-Welt und ist besonders bei Schülern, Studenten und preisbewussten Käufern beliebt. Ein Nachfolger des iPad 10 (oder eines eventuellen iPad 11 von 2024/Anfang 2025) würde vermutlich einen schnelleren Chip erhalten, beispielsweise den A16 Bionic, um die Leistung für Alltagsaufgaben und Spiele zu verbessern. Ein spannender Punkt wäre, ob Apple das Design weiter modernisiert und sich komplett vom Home-Button verabschiedet, hin zu einem Design mit schmaleren Rändern, wie es bei den teureren Modellen bereits Standard ist. USB-C ist bereits vorhanden, aber vielleicht gibt es hier Verbesserungen bei der Übertragungsgeschwindigkeit oder der Unterstützung von Zubehör. Der Preis wird weiterhin ein entscheidender Faktor sein, um die Attraktivität in diesem Segment zu gewährleisten.
Die Wildcard: Ein faltbares iPad?
Seit Jahren kursieren Gerüchte über ein faltbares iPad oder sogar ein Hybridgerät aus iPad und MacBook. Während die Technologie für faltbare Displays immer ausgereifter wird, scheint ein solches Produkt von Apple noch in weiterer Ferne zu liegen. Die Herausforderungen in Bezug auf Haltbarkeit, Software-Anpassung und vor allem den Preis sind nicht zu unterschätzen. Es ist unwahrscheinlich, dass wir ein faltbares iPad in 2025 oder 2026 sehen werden, aber es bleibt ein spannendes Zukunftsthema, das Apple sicherlich intern intensiv prüft.
Software-Magie: Die Rolle von iPadOS
Hardware ist nur die halbe Miete. Das Nutzererlebnis eines iPads wird maßgeblich von seinem Betriebssystem, iPadOS, geprägt. Mit jeder neuen Version, die traditionell im Herbst vorgestellt und veröffentlicht wird, bringt Apple neue Funktionen und Verbesserungen. Für iPadOS 19, das wir im Herbst 2025 erwarten dürfen, sind einige Trends absehbar:
- Künstliche Intelligenz (KI): KI-Funktionen werden immer präsenter. Man kann davon ausgehen, dass Apple hier weiter investiert, um Siri intelligenter zu machen, die Texterkennung und -bearbeitung zu optimieren, personalisierte Vorschläge zu verbessern und vielleicht neue kreative Werkzeuge auf Basis von KI anzubieten.
- Verbessertes Multitasking: Obwohl Stage Manager eine Verbesserung darstellte, wünschen sich viele Nutzer noch flexiblere und intuitivere Multitasking-Optionen, die das iPad näher an die Produktivität eines Laptops heranführen.
- Desktop-Klasse Apps: Die Verfügbarkeit von professionellen Anwendungen wie Final Cut Pro und Logic Pro für das iPad war ein wichtiger Schritt. Zukünftige iPadOS-Versionen könnten die Grundlage für noch mehr solcher „Desktop-Klasse“-Apps schaffen oder die bestehenden erweitern.
- Interaktion mit dem Apple-Ökosystem: Die nahtlose Zusammenarbeit zwischen iPhone, iPad, Mac und Apple Watch ist eine der großen Stärken von Apple. Zukünftige Software-Updates werden diese Integration weiter vertiefen, beispielsweise durch verbesserte Handoff-Funktionen oder neue Möglichkeiten der geräteübergreifenden Zusammenarbeit.
Neue Hardware-Features, wie beispielsweise ein schnellerer Chip oder ein verbessertes Display, werden oft erst durch die passende Software wirklich nutzbar und erlebbar.
Kaufberatung: Auf das neue iPad warten oder jetzt zuschlagen?
Die ewige Frage: Lohnt sich das Warten oder ist jetzt ein guter Zeitpunkt, ein iPad zu kaufen? Die Antwort hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrem aktuellen Gerät ab.
- Wenn Sie das absolut Neueste wollen: Wenn Sie immer die aktuellste Technologie und die maximale Leistung benötigen oder einfach nur das Gefühl lieben, das neueste Gadget in den Händen zu halten, dann kann sich das Warten auf die nächste Generation lohnen, insbesondere wenn Sie ein iPad Pro oder ein spezifisches Modell wie das iPad mini im Auge haben, dessen Update überfällig erscheint.
- Wenn Ihr aktuelles iPad veraltet ist: Wenn Ihr altes iPad langsam wird, keine aktuellen Software-Updates mehr erhält oder nicht mehr Ihren Anforderungen entspricht, dann kann ein Kauf eines aktuellen Modells (Stand Mai 2025) eine sinnvolle Investition sein. Die M4 iPad Pros und M2 iPad Airs sind fantastische Geräte, die auch in den kommenden Jahren noch exzellente Leistung bieten werden. Auch ein aktuelles Standard-iPad oder iPad mini (falls bis dahin eines erschienen ist) kann eine gute Wahl sein.
- Budget-Überlegungen: Neue Modelle sind in der Regel teurer. Wenn Ihr Budget begrenzt ist, könnten Sie auch ein generalüberholtes Modell direkt von Apple oder ein Modell der vorherigen Generation in Betracht ziehen, das oft im Preis reduziert wird, sobald ein Nachfolger erscheint.
- Anwendungszweck: Wofür nutzen Sie das iPad hauptsächlich? Für einfache Aufgaben wie Surfen, E-Mails und Medienkonsum reicht oft ein Standard-iPad oder ein älteres Air-Modell. Für anspruchsvolle kreative oder berufliche Anwendungen sind die Pro-Modelle oder das aktuelle Air besser geeignet.
Generell gilt: Es gibt selten den „perfekten“ Zeitpunkt zum Kauf. Apple veröffentlicht kontinuierlich neue Produkte. Wägen Sie ab, wie dringend Sie ein neues Gerät benötigen und welche Features für Sie entscheidend sind.
Die Zukunft des iPads: Mehr als nur ein Tablet
Apples Vision für das iPad geht weit über ein einfaches Tablet hinaus. Es soll ein vielseitiges Werkzeug sein, das Kreativität fördert, produktives Arbeiten ermöglicht und neue Wege des Lernens und der Unterhaltung eröffnet. Die Grenzen zwischen iPad und MacBook verschwimmen zunehmend, insbesondere durch die leistungsstarken M-Chips und die Erweiterung von iPadOS um professionellere Funktionen. Es ist denkbar, dass Apple das iPad weiterhin als eigenständige Produktkategorie mit einzigartigen Stärken positioniert, gleichzeitig aber die Synergien mit dem Mac-Ökosystem ausbaut.
Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine immer größere Rolle. Apple betont bei neuen Produkten oft den Einsatz recycelter Materialien und umweltfreundlicherer Produktionsprozesse. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch bei zukünftigen iPad-Generationen fortsetzen.
Fazit: Die Spannung bleibt – Apple hält die Karten verdeckt
Die Frage „Wann kommt das neue iPad?“ lässt sich auch im Mai 2025 nicht mit letzter Sicherheit beantworten. Apple ist ein Meister der Geheimhaltung und überrascht immer wieder mit unerwarteten Ankündigungen oder Verschiebungen. Basierend auf den bisherigen Zyklen und den aktuellen Gerüchten können wir jedoch mit einiger Zuversicht auf spannende Neuheiten blicken.
Ein neues iPad mini 7 und möglicherweise ein aktualisiertes Standard-iPad könnten uns noch im Laufe des Jahres 2025 erwarten, vielleicht im Herbst. Für ein neues iPad Air oder gar das nächste iPad Pro müssen wir uns wahrscheinlich bis 2026 gedulden. Bis dahin bleiben die aktuellen Modelle hervorragende Optionen.
Eines ist sicher: Die Entwicklung des iPads steht nicht still. Mit jeder Generation verschiebt Apple die Grenzen des Möglichen und untermauert den Anspruch des iPads, das vielseitigste und intuitivste Tablet auf dem Markt zu sein. Die kommenden Monate werden zeigen, welche Überraschungen Tim Cook und sein Team für uns bereithalten. Bis dahin heißt es: Abwarten, Tee trinken und die Gerüchteküche mit einem gesunden Maß an Skepsis und Vorfreude verfolgen.
